Vespa selber lackieren – Teil III (Spachteln & Schleifen)

Spachtel auftragen & schleifen:

Die Spachtelmasse darf nicht mehr als 3 mm dick sein, da sie ansonsten reissen kann und damit die Lackierung beschädigt, sowie Rost magisch anzieht. Wenn die zu verspachdelnde Fläche dicker als 3mm ist, empfiehlt sich eher das Verzinnen der Fläche. Bevor du mit dem Spachteln beginnst, markiere alle zu spachdelnden Stellen mit einem Bleistift, denn wenn die Spachtelmasse einmal angerührt ist wird sie sehr schnell hart. Beim Mischen der Spachtelmasse sollte unbedingt auf das richtige Verhältnis zwischen Spachtelmasse und Härter  geachtet werden: Zu viel Härter und du hast kaum noch Zeit die Masse zu verarbeiten & zu wenig Härter und der Spachtel wird nicht richtig fest und lässt sich nicht richtig schleifen. Besorg dir im Baumarkt am besten einen neuen Spachtel (Ziehspachtel), denn Riefen im Lack wegen eines unsauberen Spachtels sind ziemlich ärgerlich. Die zu spachdelnde Stelle sollte eher großzügig verspachtelt werden, da man beim späteren Schleifen sonst keinen fließenden Übergänge hinbekommt. Mit dem Ziehspachtel wird die Delle mit Kit gefüllt, und zwar so, dass die Kittmasse leicht aus umgebenden Oberfläche herausragt. Ist man fertig, sollte die Spachtelmasse um sicher zu gehen, vor dem Schleifen eine Nacht durchtrocknen.

Nach erfolgter Trocknung sollte der herausragende Kitt mit einem Schleifklotz aus Kork und Nass-Schleifpapier (200-400er) abgetragen werden. Ist man nicht 100%ig zufrieden, sollte man lieber einen zweite Spachtelrunde einlegen, als zu lange an der unschönen Stelle rumzufummeln. Das geschieht so lange bis keine Unebenheiten mehr fühl- und sichtbar sind, denn eine Glanzlackierung verzeiht keine Fehler. Für den finalen Schliff schleifst du die Stelle mit einem 800-1000er Nassschleifpapier von Hand und ohne Druck nach. Wenn keine Kanten und Unregelmäßigkeiten mehr zu spüren sind, solltest du die Schleifstelle entfetten und zur Kontrolle noch mal grundieren. Sind doch noch Unebenheiten zu erkennen, muss weiter geschliffen werden.

Ist man mit der Spachtelarbeit zufrieden, wird alles alles wieder gereinigt und entfettet und mit einem Spritzspachtel, aus der Sprühdose, überzogen, um die letzten Unebenheiten und Schleifspuren zu entfernen. Anschließend wieder mit 1000er Nassschleifpapier schleifen. Ist man nicht zufrieden, wiederholt man diesen Schritt bis es am Ende passt. Für eine Vespa sollten in der Regel 2-3 Spritzspachtel-Sprühdosen ausreichen.

 

 

 

 

 
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