Du willst los und dein Roller springt nicht mehr an. Nutze die folgende Checkliste, um deinen Roller schnell wieder zum laufen zu bekommen.

1. Batterie prüfen (wenn vorhanden)

Wenn der Roller nicht mehr starten will, kann eine zu schwache oder defekte Batterie Grund dafür sein. Gerade ältere Batterien machen häufiger schlapp und müssen dann entweder nur geladen (Batterieladegerät) oder komplett ausgetauscht (Roller Batterien) werden.

Mögliche Gründe: Lange Standzeit der Vespa, kalte Aussentemperaturen (Winter), immer nur kurze Fahrtwege (Kurzstrecke. Die Batterie kann sich nicht aufladen), das Alter der Batterie oder ein Defekt.

Weitere Infos: Auf der folgenden Seite findest du weitere Informationen zum Thema.

2. Vergaser prüfen

Bei längerer Standzeit wird häufig vergessen das Benzin aus dem Vergaser abzulassen. Als Folge nimmt die Entzündbarkeit bzw. Startfähigkeit ab. Altes Benzin entzündet sich deutlich schlechter (vor allem bei Kälte), da zuerst die leicht flüchtigen und leicht entzündbaren Bestandteile aus dem Benzin ausgasen. Man sagt, das sich Benzin in einem vollen und luftdichten Kunststoffkanister (oder beschichteten Metallkanister) nur 6 bis 12 Monate hält. Zusätzlich kann sich altes Benzin an Bauteilen im Vergaser oder Motorraum ablagern bzw. verharzen. Dichtungen können dadurch verstopfen oder angegriffen werden, wodurch der Startvorgang deutlich erschwert wird.

Falls sich noch altes Benzin im Vergaser befindet, solltest du dies ablassen. Dies machst du am einfachsten über die Ablassschraube an der Schwimmerkammer. Alternativ solltest du den Vergaser ausbauen, leeren und reinigen.

3. Startpilot oder Starthilfespray

Starthilfespray wirkt meist Wunder, die Lösung für das eigentliche Problem ist dieses Mittel jedoch nur bedingt. Startpilot hilft die erste Zündung zu initiieren und ist nichts anderes als Diethylether, ein hochentzündliche Flüssigkeit, die durch das Sprühen in einen gasförmigen Zustand gebracht wird. Es entzündet sich wesentlich schneller als Benzin und unterstützt so beim Startvorgang. Wenn der Motor dann erst einmal läuft, bleibt er das meist auch.

Anwendung: Grundsätzlich wird Startpilot vor dem Luftfilter angewendet, so dass der Diethylether über diesen Weg in den Verbrennungsraum gelangt. Sollte dies keine Wirkung zeigen, kann Startpilot auch direkt in den Brennraum gesprüht werden. Hierfür dreht man die Zündkerze raus und gibt einen ordentlichen Stoß Starthilfespray in das Zündkerzenloch.

Alternativen zu Startpilot: Mit einer Spritze kann ein paar Mililiter Benzin in den Brennraum gegeben werden. Auch WD40 ist recht zündfreudig und kann als Alternative genutzt werden. Erste Wahl bleibt aber das Starthilfespray.

Zu beachten: Ein Roller der zum Starten grundsätzlich Starthilfespray benötigt, bedarf einer genaueren Überprüfung. Bei häufiger Nutzung des Sprays muss man mit verstärktem Verschleiß an Kolben und Zylindern rechnen.

4. Vergaser reinigen

Wenn der Motor trotz Starthilfespray nicht anspringen sollte, sollte zunächst der Vergaser gereinigt werden. Häufige Ursachen sind altes Benzin oder ein rostiger Tank. Altes Benzin, Dreck oder Rost kann sich im Vergaser ablagern und Düsen verstopfen. Für die Reinigung sollte der Vergaser komplett zerlegt und gereinigt werden. Düsen reinige ich immer mit einem dünnen Draht. Um defekte Dichtungen als Fehlerquelle auszuschließen, sollten alle Dichtungen durch neue ersetzt werden. Alternativ kannst du den Vergaser in einem Ultraschallbad reinigen. Viele Werkstätten bieten einen solchen Service an.

5. Zündfunke vorhanden

Zum Überprüfen des Zündfunkens musst du zunächst den Zündkerzenstecker abziehen und die Zündkerze rausdrehen. Die Zündkerze steckst du dann auf den Zündkerzenstecker und hältst das Zündkerzengewinde an eine blanke Stelle des Motors. Beim Treten des Kickstarters sollte jetzt ein kräftiger Funke sichtbar sein. Falls der Zündfunke schwach und die Zündkerze verdreckt sein sollte, sollte sie gereinigt oder ausgetauscht werden.

6. Benzin tauschen

Wenn der Roller längere Zeit gestanden hat und die oben genannten Punkte nicht zum Erfolg führten, sollte das Benzin durch neues ersetzt werden. Doch Vorsicht. Benzin darf nicht ins Grundwasser gelangen. Am besten sammelst du das alte Benzin in einem Kanister und bringst es zu einer Werkstatt oder einem Recyclinghof, die das Benzin in den meisten Fällen kostenfrei entsorgen.

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